[Metalab] Sir Tony Hoare, Erfinder des Quicksort @ TUWIEN

Bernd Petrovitsch bernd at firmix.at
Fri Nov 16 00:17:58 CET 2007


On Thu, 2007-11-15 at 15:18 +0100, Peter J. Holzer wrote:
> On 2007-11-15 01:31:48 +0100, Bernd Petrovitsch wrote:
[...]
> > Über die positive Besetzung des Begriffs würde ich nachdenken. Zumal die
> > positive Besetzung ja Symptom eines deiner Meinung längst überholten
> > Systems ist.
> 
> Für mich nicht. Ein Erfinder ist für mich nicht deswegen ein toller
> Mensch, weil er sich einen Patentantwalt leisten kann, sondern weil er
> ein kreativer Kopf ist. Ob seine Erfindung patentierbar ist, ist für

Für mich ist der "Erfinder" (in der umgangssprachlichen Definition) das
auch. Die juristischen Implikationen relativieren das dann.
Zumal "der Erfinder" ja auch Menschen a la "Tschitti tschitti bäng bäng"
suggeriert (und weniger Leute, die auf die konzern-interne Schulung über
Patentierung gehen und dort auch über diverse Extra-Bonifikationen für
Patente aufgeklärt werden).
Eine aktuelle Statistik, wieviele der Patente tatsächlich von
Einzelpersonen ohne Zusmmenhang zu größeren Firmen angemeldet werden,
wäre mir nicht bekannt.
URLs anyone?
Nachdem aber gelegentlich immer noch die Mär vom "kommerziellen Schutz
des kleinen Freizeitbastlers im Hinterhof vor den bösen Ausbeuterfirmen"
als Werbung für Patente propagiert wird, denke ich drüber nach, warum es
von dort keine entsprechende Statistik gibt (- nicht mal eine
getürkte ....).
MbMn sind die kleinen Erfinder (v.a. die ,die selber ein Patent anmelden
und nicht den einfacheren Weg gehen und die Idee anders an den
Mann/Frau/Firma bringen) so dermaßen inexistent bzw. wirtschaftlich
irrelevant, daß sie vernachlässigbar sind.

> mich nebensächlich.

Für viele andere ist das leider anders.

> > BTW ist der Erfinder jene Person, der tatsächlich die Idee gehabt, jene
> > Person, die das Patent angemeldet und finanziert hat oder jene Person,
> > die 10 Jahre später durch Klagen Geld macht (vulgo "Patent-Troll")?
> > Das sind zu oft ganz verschiedene .....
> 
> Eben. Und daher habe ich was dagegen, wenn man "Erfinder", "Erfindung"
> und ähnliche Begriffe mit "patentierbar nach der Gesetzeslage von Land
> X" gleichsetzt. Die deutsche Sprache wird glücklicherweise noch nicht

Juristisch ist das nunmal so, daß "Erfindung" äquivalent zu "könnte
patentiert werden" ist. Das "könnte" rührt daher, daß jemand dazu einen
Patenantrag schreiben muß.

> ganz von Juristen definiert.

Natürlich kann man es auch unabhängig der juristischen Implikationen
meinen. Dann muß man damit leben, u.U. auch so zitiert zu werden. Auch
aus dem Zusammenhang gerissen bzw. - ähemm - "leicht mißverständlich".

	Bernd
-- 
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