[Elektronikkurs2010] [intern] RIGOL DS2000 Oszi fuers Lab?

Clifford Wolf clifford at clifford.at
Fri Jul 26 17:41:23 CEST 2013


Hallo,

On Fri, Jul 26, 2013 at 05:26:25PM +0200, Georg Lippitsch wrote:
> Dazu noch eine Verst?ndnisfrage: DS2072 und DS2202 unterscheiden sich ja 
> eigentlich nur durch die Bandbreite (70Mhz vs. 200Mhz). Da das Sampling mit 
> 2GSa/s aber eh deutlich ?ber der Nyquistfrequenz liegt, kann damit wohl nur 
> die Bandbreite der Analog-Stufe gemeint sein, und wie kann sich die bitte 
> per Firmware ver?ndern lassen?

Das DS2000 verwendet im frontend den LMH6518 variable gain amplifier der
eine steuerbare bandbegrenzung hat die von der firmware ueber SPI gesetzt
wird. (ausserdem gibt es noch einige options (advanced trigger, serial
decode, deep memory) in der firmware die man sich auch noch unlocken kann.

> Wieso ist eigentlich allgemein bei Oszis die Digitalbandbreite immer viel 
> h?her als die Analoge?

Mit Digitalbandbreite meinst du die sampling frequenz? (Eine
"Digitalbandbreite" kenne ich nicht.)

Nach dem Nyquist-theorem muss man zur vollstaendigen und eindeutigen
rekonstruktion einen gesampleten signals mit dem doppelten der hoechsten im
eingangssignal vorhandenen frequenz abtasten. Da die tiefpassfilter im
frontend aber nicht hart bei der grenzfrequenz abschneiden sondern mit
steigender frequenz immer mehr bedaempfen, sollte die samplingfrequenz so
gross sein, dass das die daempfung bei der halben sampling frequenz so
stark ist, dass der signalanteil ueber der halben sampling frequenz im
rauschen der messung untergeht. Bei ueblichen Oszi-Frontends und ADCs ist
das 10-fache der bandgrenze ein guter wert fuer die abtastfrequenz. Da die
DS2000 hardware fuer bis zu 200 MHz analoge bandbreite ausgelegt ist, ist
eine 2 GHz samplingfrequenz angemessen.

lg,
 - clifford

-- 
"Gee, I wish we had one of those doomsday machines."
 - dr. strangelove, the movie



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