[Metalab] 1. Hallo Metalab 2. Selbstgebasteltes DRM für Mediendateien

Adrian Dabrowski adrian at atrox.at
Fri Apr 14 20:00:15 CEST 2017


Manche Bluetooth-Low Energy Beacons k�nnen s.g. ephemeral IDs (zb
Eddystone) erzeugen. dh, man hat zb alle 30-60 sekunden eine neue ID
(generiert aus einem start-Seed, �hnlich wie RSA tokens). Damit kann
eine App (bzw der Server) �berpr�fen, dass jemand tats�chlich zum
entsprechenden Zeitpunkt Vor-ort war, und bekommt evt auch andere
Dateien ausgeliefert.

Fr�her ging das nur via APP, aber neuerdings sollte das sogar via
Bluetooth-API aus dem Chrome funktionieren. Afaik, aber beides nur auf
Android.

F�r NFC kenne ich bisher keine L�sung mit Ephemeral IDs, und QR codes
w�ren sowieso statisch.

Wenn du keine App verwendest (sondern nur einen Webbrowser) kannst du ja
ein Login fordern und dann personalisierte Dateien zur�ckliefern; du
kannst dir aber nicht sicher sein, dass jemand sein Passwort
weitergegeben hat (evt statistisch untersuchen, ob gleiches Handy, usw).

Wenn du 100% DRM haben m�chtest, dann gibt es das nicht - du kannst nur
daf�r sorgen, dass die Umgehnung deiner Verschleierungsma�nahmen in
keinem vern�nftigen Verh�ltnis zum potentiellen Gewinn steht. Dann ist
es automatisch uninteressant den Aufwand f�r ein bisschen Schummeln zu
betreiben.

lg,
Adrian


On 2017-04-14 19:35, Chris Hager wrote:
> Hallo,
> 
> Ich kann mich aus Erfahrung den bisherigen Meinungen nur anschlie�en.
> 
> Wenn ihr nicht ausgiebig Programmiererfahrung habt w�rde ich auch
> aufpassen das Projekt so einfach wie m�glich zu halten! Ansonsten l�uft
> ihr gr��te Gefahr euch in technischen Details zu verlieren die nicht
> wirklich notwendig sind und nie fertig werden.
> 
> Ich denke eine mobile App zu implementieren, die On-Demand die
> Soundfiles aus dem Netz raus-streamed w�re schon einmal recht einfach,
> angenommen der Server spuckt einfach den Audiostream unverschl�sselt
> aus. Oder mit einem fixen vorprogrammierten Secret-Key obfuscated. Aber
> aufpassen -- alle Apps k�nnen sehr einfach reverse engineered werden und
> vorausgelieferte Secret Keys k�nnen immer ausgelesen werden. Es w�re
> wohl das einfachste, die files einfach mit einem gewissen secret zu
> XOR-en und als File auf der SD Karte zu hinterlegen. Das ist sehr wenig
> Aufwand, braucht aber schon technisch etwas know-how um die Daten zu
> de-obfuscaten und mit anderen zu sharen.
> 
> Ich denke da ist f�r euch der Sweet-Spot zwischen Geheimhaltung und
> Aufwand nicht explodieren lassen. Einfach obfuscaten mit einem in der
> app vorprogrammieren Secret-Key. Dieser Secret Key k�nnte auch bei
> App-Start generiert werden, und von der App in einem vom OS
> bereitgestellten Secret-Storage hinterlegt werden.
> 
> LG,
> Chris
> 
> 2017-04-14 16:38 GMT+02:00 Benjamin Oppermann <ben.opp at eml.cc
> <mailto:ben.opp at eml.cc>>:
> 
>     Hallo,
>     Ich war unl�ngst erstmals im Metalab anl�sslich des Mediawiki-Workshops,
>     es hat mir alles sehr gut gefallen und jetzt wollte ich mich mal
>     listenm��ig bei euch einklinken! :-)
>     Kleine Frage vorab zu dieser Liste:
>     Auf der Anmeldeseite steht, die Liste wird �ffentlich indexiert - die
>     E-Mailadressen sind aber nicht sichtbar, oder? Wenn ich mich ein wenig
>     vorstellen m�chte, aber nicht dem ganzen Internetz, sondern nur dem
>     Publikum von Metalab, dann nicht hier...?
> 
>     Mein aktuelles Thema:
>     Ich habe eine momentan noch sehr vage Idee f�r eine kleines
>     Deutschlernprojekt f�r Jugendliche, gemischt mit Geocaching,
>     Openstreetmaps, mobile Apps...
>     Kurz erkl�rt, man soll eine Audiodatei, die z.B. eine Deutschlektion
>     enth�lt von einem Geocache irgendwo in Wien abholen. Dort spielt man sie
>     per NFC/Bluetooth aufs Telefon. Der Geocache macht nix anderes, als
>     diese Audiofiles auszuspucken (manchmal hats schon im �ffentlichen Raum
>     schon Plakatw�nde gegeben, die sowas gemacht haben).
>     Das Problem dabei ist, jeder, der an der Sache teilnimmt, soll sich
>     pers�nlich dorthin begeben um seine Datei abzuholen. Ich m�chte
>     verhindern, dass einfach einer der Sch�ler  dorthin f�hrt und die Datei
>     dann an den Rest der Gruppe weiterverteilt. Die Datei soll also auf dem
>     Ger�t bleiben, mit dem man sie geholt hat bzw. nur dort abspielbar sein.
> 
>     In anderen Worten, wie baue ich mir mein eigenes Mini-DRM?
> 
>     Ich habe quasi keine Programmierf�higkeiten - mein Kollege, der
>     vielleicht mitbasteln wird, kann einige Basics - ich arbeite, soweit es
>     geht, auf Linuxger�ten und kann mit guter Dokumentation einfachere
>     CLI-Programme bedienen.
> 
>     Ich habe kein Geld f�r teure kommerzielle L�sungen (obwohl habe etwas
>     gefunden mit einer gratis
>     90-Tage-Testversion:http://3.drm-x.com/Register.aspx
>     <http://3.drm-x.com/Register.aspx>).
> 
>     Es macht nichts, wenn es leicht zu hacken ist. Mein Publikum hat da
>     tendenziell sehr beschr�nkte F�higkeiten (diese zu erweitern ist auch
>     Ziel des Projekts) und kann zudem schlecht Deutsch und nur selten gutes
>     Englisch. Alle k�nnen ein Smartphone bedienen, einen PC eher selten. Es
>     gibt Ausnahmen, die problemlos eine L�sung ergooglen und umsetzen
>     k�nnten. Wenn die sich lieber die M�he machen m�chten, das DRM zu hacken
>     statt mit der Stra�enbahn zu dem Geocache zu fahren, dann soll es so
>     sein (dann haben sie auch etwas gelernt)  :-) Es soll einfach nur die
>     allerbequemste Art, sich um eine �ffi-Fahrt/einen Spaziergang zu
>     dr�cken, verhindern.
> 
>     Das DRM sollte also die erlaubten Kopiervorg�nge auf 0 reduzieren.
>     Soweit ich wei�, sollte es nicht schwierig sein, die Files zu
>     verschl�sseln - aber wo tue ich den privaten Schl�ssel hin? Mir scheint,
>     Musikdownloaddienste (nicht Streaming) wie iTunes liefern den gleich mit
>     - aber was verhindert, dass der zusammen mit der Datei weiterverteilt
>     wird? Wird bei jeder Ausgabe ein neuer Schl�ssel generiert?
> 
>     W�hrend ich dies schreibe, kommt mir die Idee, dass es einfacher sein
>     k�nnte, wenn es sich um lauter verschiedene Audiofiles handelt (was
>     genau deren Inhalt sein soll und wie damit weiter verfahren wird, ist
>     noch eine andere Frage)... naja, so weit reicht mein Latein einfach noch
>     nicht.
>     Wer hat Ideen oder etwas m�glichst konzises zum Nachlesen?
> 
>     Vielen Dank f�rs Lesen und liebe Gr��e,
>     Benjamin
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