[Metalab] qTalk 24. Feb., Der Mensch als Datenlieferant

christian jeitler chris at quintessenz.org
Mon Feb 23 23:20:19 CET 2015


_qTalk 24. Feb., Der Mensch als Datenlieferant_
http://www.quintessenz.at/d/000100030194

Big Data und unser Leben in der �berwachungsgesellschaft Zweifelsfrei
ist die �berwachungsindustrie einer der Wachstumsmotore unserer Zeit.
Insbesondere jene Branchen profitieren, die uns f�r Dritte
ausspionieren; sei es f�r Konzerne, die keine direkte Kundenbeziehung
mehr pflegen und deswegen auf das Analysieren des Kundenverhaltens
angewiesen sind - seien es die staatlichen �berwacher, die mangelndes
Probleml�sungskompetenz durch dubiose Heilsversprechen von den Aufgaben
unserer Zeit abzulenken versuchen, und so Steuer-Millionen an staatsnahe
Betriebe verschieben k�nnen.

Datum: 24. Februar 2015
Zeit: 20.00 (Einlass 19.00)

Ort: Raum D / MQ / Museumsquartier
Museumsplatz 1, 1070 Wien

Podium:
Mag. Alexander Neumann, Institut f�r Rechts und Kriminalsoziologie
Georg Markus Kainz, q/uintessenz
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Die Phantasie der Datensammler und Produktdesigner scheint unbeschr�nkt,
wo �berall Daten generiert und gesammelt werden k�nnen. Es werden den
Unternehmen goldene Zeiten unter dem Schlagwort "Industrie 4.0"
versprochen, bei der immer mehr Ger�te mit Datenverbindung zur Au�enwelt
ausgestattet werden sollen, um so immer mehr (personenbezogene) Daten im
�ffentlichen Raum, am Arbeitsplatz aber auch bei jedem zuhause zu sammeln.
Ob Spielekonsole, Smart-TV oder Barbie Puppe - die Phantasie und
(Neu-)Gier ist ungebrochen - doch wie gehen wir und die Gesellschaft mit
der zunehmenden �berwachung um?

Im Februar qTalk versucht Georg Markus Kainz mit seinem Gast Mag.
Alexander Neumann vom Institut f�r Rechts- u. Kriminalsoziologie die
ganz allt�glichen Facetten des Lebens in der �berwachungsgesellschaft zu
ergr�nden. Alexander Neumann berichtet �ber das EU-Projekt IRISS, das
von ihm und dem Institut f�r Rechts- u. Kriminalsoziologie von 2012 bis
2015 koordiniert wurde.

Das EU Projekt IRISS (Increasing Resilience in Surveillance Societies)
untersuchte die Effekte verschiedenster �berwachungspraktiken aus einem
multidisziplin�ren Blickwinkel. �berwachungstechnologien werden nicht
nur eingesetzt um im Kampf gegen den Terror und das Verbrechen bessere
Aufkl�rungsquoten zu erzielen, es finden sich zunehmend mehr und mehr
Beispiele wie Menschen auch von nicht-staatlichen Akteuren �berwacht
werden. Auch wir selber k�nnen uns immer schneller und einfacher
Informationen �ber unsre Mitmenschen beschaffen.

11 Europ�ische L�nder nahmen an den unterschiedlichen
Forschungsschwerpunkten des Projekts teil. So wurde versucht sich im
Selbstversuch die Daten von gro�en Datensammlern wie Google oder
Facebook zur�ckzuholen aber auch das Video�berwachungsmaterial vom
Supermarkt an der Ecke. IRISS hat sich dabei die Auswirkungen dieser
Entwicklungen auf den Alltag der Menschen in Europa angesehen und dann
trat mitten in der Projektlaufzeit ein gewisser Edward Snowden vor die
Mikros der internationalen Presse ...


�1, 30.01.2015, Dimensionen - die Welt der Wissenschaft
http://oe1.orf.at/programm/395844
EU-Forschungsprojekt IRISS: Wie gehen Gesellschaften mit der zunehmenden
�berwachung um?

Kundenkarten, die an der Kassa Rabatt bringen. Algorithmen, die dar�ber
entscheiden, ob man kreditw�rdig ist. Die so genannte Section Control,
also Video-�berwachung der Autobahnen in �sterreich. �berwacht wird man
in zusehends mehr Lebenssituationen und das nicht nur vom Staat, sondern
auch von Unternehmen. Das EU-Forschungsprojekt IRISS hat nun untersucht,
wie zehn europ�ische Staaten und ihre B�rgerinnen und B�rger mit
�berwachung umgehen. Der �sterreichische Projektpartner war das Institut
f�r Rechts- und Kriminalsoziologie. Im europ�ischen Vergleich f�llt das
Urteil �ber �sterreich zwiesp�ltig aus.

Mit Alexander Neumann, Institut f�r Rechts- und Kriminalsoziologie.
Autorin: Tanja Malle.


mit freundlichen Gr��en
--
Christian Jeitler                           Mob.:  +43-(0)699-81729005
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